Die Haßberg-Kliniken sind ein Verbund der Allgemeinkrankenhäuser im Landkreis Haßberge. Der 1972 aus der Kreisgebietsreform hervorgegangene Landkreis Haßberge ist ein räumlich großer, aber dünn besiedelter Flächenlandkreis im Dreieck der unter- und oberfränkischen Oberzentren Schweinfurt, Bamberg und Coburg. Im Sinne einer wohnortnahen Krankenhausversorgung wurden daher damals die drei Krankenhausstandorte in den ehemaligen Kreisstädten Haßfurt, Ebern und Hofheim beibehalten.
Im Jahr 2003 haben wir die Krankenhausstruktur im Landkreis Haßberge auf ihre Leistungsfähigkeit, Effizienz und Wirtschaftlichkeit überprüft. Nicht zuletzt auch auf Grund eines Votums der Bevölkerung haben wir uns entschieden, alle drei Standorte weiterhin zu halten und zukunftsfähig im Markt zu positionieren.
Die Haßberg-Kliniken als Ganzes dienen der Grund- und Regelversorgung im Krankenhausbereich für die Kreisbevölkerung von 87.000 Einwohnern, aber bei manchen spezialisierten medizinischen Dienstleistungen auch weit darüber hinaus. Die Haßberg-Kliniken wurden 2004 auf Vorschlag eines Fachgutachtens in ein Kommunalunternehmen umgewandelt, das flexibler und schneller am Markt agieren kann. Pflegedienstleitung (2004) und Ärztliche Leitung (2005) wurden zusammengelegt. Das Krankenhaus Hofheim ist in ein Belegkrankenhaus umgewandelt (2004) und mit dem nur 13 Kilometer entfernten Haus Haßfurt unter einem organisatorischen Dach verschmolzen worden.
Unsere Geburtshilfe (Haus Haßfurt) ist besonders patientenorientiert ausgerichtet - es ist ein besonderes Anliegen der Hebammen, Ärzte und des Krankenpflegepersonals, den Wünschen der werdenden Mütter und deren Partner individuell nachzukommen.
Das Geheimnis des Erfolges eines kleinen Krankenhauses ist es, zu wissen, was man gut und konkurrenzfähig kann - und was weniger. Gut und modern können wir in allen drei Häusern die internistische Grundversorgung sicherstellen, in Haßfurt und Ebern zusätzlich die chirurgische. In Haßfurt ergänzen als weitere Abteilungen noch die Geburtshilfe und Frauenheilkunde sowie eine Belegabteilung für HNO das Behandlungsspektrum. Auf vielen hochspezialisierten Feldern sind wir frühzeitig Partnerschaften mit umliegenden Schwerpunktkrankenhäusern eingegangen, so dass sich besonders mit den Schweinfurter und Coburger Kliniken, aber auch mit dem Universitätsklinikum Würzburg inzwischen eine vertrauensvolle und kollegiale Kooperation gebildet hat. Somit kann sich der Patient in unseren kleinen Häusern darauf verlassen, bei entsprechenden Indikationen Top-Medizin geboten zu bekommen.
Qualitätsmanagement findet bei uns sehr direkt im täglichen Krankenhausalltag statt. In Verwaltung, Ärzteschaft und Pflegedienst kennt man sich, so dass auftretende Schwachstellen schnell bemerkt werden und korrigiert werden können. Das ist ein großer Vorteil kleiner und übersichtlicher Häuser.
Die organisatorischen Weichen für eine nachhaltige Entwicklung der Haßberg-Kliniken sind weitestgehend gestellt. Die Resultate der ersten Jahre sind ermutigend. Die engere Kooperation mit dem Leopoldina-Krankenhaus Schweinfurt ist in den Bereichen Neurologie, Endoprothetik, Labormedizin und Kardiologie intensiviert worden, für die gemeinsame Behandlung von Tumorerkrankten‚ wurde sogar eine klinikübergreifende Tumor-Konferenz eingerichtet. Dieser Zuwachs an Fachkompetenz wird die Versorgung nochmals verbessern.
Im April 2007 wurde der Neubau einer Zentralen Patientenaufnahme mit Aufnahme und Ambulanztrakt in Betrieb genommen. Im Sommer 2008 wurde der vierte Operationssaal völlig renoviert und für die Belange ambulanter Operationen optimiert. Mit der Ansiedelung des Tochterunternehmens MVZ wurde das medizinische Versorgungsspektrum um die Fachgebiete HNO und Mund-Kiefer-Gesichts-Chirurgie erweitert und der Standort als Gesundheitszentrum gestärkt.
Dieser Wandel schreitet voran, in den der Klinik vorgelagerten Ärztehäusern siedeln sich weitere Medizinische Versorger an. Praxen für Kinder- und Jugendmedizin, Orthopädie, Neurochirurgie, Ergotherapie, Logopädie, eine Apotheke, ein Sanitätshaus und ein Fachgeschäft für Hörgeräte bieten ihre Versorgungsleistungen an.
Neben diesen strukturellen Verbesserung für die Patientenversorgung werden wir uns immer wieder den Aufgaben zuwenden, unsere fachlichen Stärken noch besser herauszuarbeiten, unsere Angebote im regionalen Markt abzustimmen und die Qualitätssicherung auszubauen.