Informationen zur Ausbildung

Gesundheits- und Krankenpfleger ist ein Gesundheitsfachberuf im deutschen Gesundheitswesen. Das Berufsbild umfasst die eigenständige Pflege, Beobachtung, Betreuung und Beratung von Patienten und Pflegebedürftigen in einem stationären oder ambulanten Umfeld sowie die Durchführung ärztlicher Anordnungen und Assistenz bei ärztlichen Maßnahmen.

 

Im Anschluss an die pflegerische Grundausbildung gibt es für nahezu alle spezialisierten Bereiche der Pflege weiterführende Ausbildungsmöglichkeiten, die im Rahmen von schulischen Fachweiterbildungen zu einer erweiterten Berufsbezeichnung führen (Fachgesundheits- und Krankenpfleger). Weitere Qualifikationsmöglichkeiten bieten pflegewissenschaftliche, -pädagogische und –wirtschaftliche Studiengänge, für die in der Regel die abgeschlossene Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpfleger vorausgesetzt wird.

 

 

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Ausbildungsverlauf

 

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und beginnt an unserer Schule immer zum 1. Oktober. Die Probezeit beträgt 6 Monate. Wir starten mit einem mehrwöchigen Einführungsunterricht, damit unsere Schüler gut ausgerüstet mit theoretischen Grundkenntnissen in den ersten praktischen Einsatz gehen können.

 

Die theoretische Ausbildung (2100 Stunden) erfolgt  im Blockunterricht an unseren Schulstandorten in Haßfurt bzw. Schweinfurt.

 

Parallel zur theoretischen Ausbildung verläuft die praktische Ausbildung. Sie umfasst mehr als 2500 Stunden und findet überwiegend in den Hassberg-Kliniken statt. Einen außerklinischen Einsatz absolvieren unsere Auszubildenden in einer ambulanten Pflegeeinrichtung und die Pflege in der Psychiatrie lernen Sie im Bezirkskrankenhaus Werneck kennen.

 

Ausbildungsvergütung: Nach Tarifvertrag TVAöD – Allgemeiner Teil Pflege

 

1. Jahr:    915,69 €
2. Jahr:    977.07 €
3. Jahr: 1.078,38 €

 

Neben der Ausbildungsvergütung erhalten unsere Auszubildenden:

 

  • vermögenswirksame Leistungen
  • Zulagen für Schicht- und Wochenendarbeit
  • kostenlose Berufskleidung
  • vergünstigte, abwechslungsreiche Verpflege in der Betriebscafeteria

 

Den Abschluss der Ausbildung bildet das staatliche Examen mit:

 

  • Schriftlicher Prüfung
  • Praktischer Prüfung
  • Mündlicher Prüfung

 

Gesetzliche Grundlagen für die Ausbildung:

 

  • Gesetz über die Berufe in der Krankenpflege (Krankenpflegegesetz - KrPflG)
  • Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Berufe in der Krankenpflege (KrPflAPrV)
  • Berufsfachschulordnung Pflegeberufe (BFSO Pflege)
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Ausbildungsziele

 

Die Tätigkeit als Gesundheits- und Krankenpfleger/-in stellt hohe Ansprüche. Sie können ihren Beruf nur professionell ausüben, wenn Sie kompetent ausgebildet sind.

 

Wir unterstützen Sie beim Erwerb von:

 

  • Fachkompetenz
  • Persönlichkeitskompetenz
  • Sozialkompetenz

 

Sie erhalten in unserer Ausbildung die Befähigung:

 

  • Menschen in allen Lebensphasen zu begleiten
  • die körperlichen, geistigen, seelischen und sozialen Bedürfnisse, Möglichkeiten und Probleme der anvertrauten Menschen zu erkennen und zu beurteilen
  • unter Einbeziehung dieses Wissens individuelle und ganzheitliche Pflege zu planen und durchzuführen, zu dokumentieren und auszuwerten
  • Gesunde und Kranke zu motivieren und anzuleiten, ihre Gesundheit zu erhalten oder wiederzuerlangen
  • Erfahrungen, Fertigkeiten und Kenntnisse an den pflegerischen Nachwuchs weiterzugeben
  • zum Wohle des Kranken und Hilfebedürftigen mit ihm, seinen Angehörigen und anderen Berufsgruppen im Gesundheitswesen zusammenzuarbeiten

 

 

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Praktische Ausbildung

Die praktische Ausbildung umfasst mehr als 2500 Stunden. Die Haßberg-Kliniken sind ein Allgemeinkrankenhaus der Versorgungsstufe II mit 240 Planbetten an drei Standorten. Daher können wir unseren Schülern ein breit gefächertes Angebot in allen medizinischen Disziplinen ermöglichen.

 

Einsätze erfolgen u. a. in den Fachbereichen:

 

  • Innere Medizin (Kardiologie, Gastroenterologie, Onkologie …)
  • Chirurgie (Allgemeinchirurgie, Unfallchirurgie, Neurochirurgie …)
  • Palliativmedizin, Geriatrie
  • Kinderheilkunde
  • Geburtshilfe und Neugeborenpflege
  • Gynäkologie
  • Intensivmedizin
  • Notaufnahme
  • Funktionsdiagnostik
  • Psychiatrie (Bezirkskrankenhaus Werneck)
  • ambulante Pflege in der Sozialstation

 

Unsere Gesundheits- und Krankenpflegeschüler verbringen einen großen Teil ihrer Ausbildung in der Berufsfachschule für Krankenpflege. In noch größeren Umfang befinden sich unsere Schüler allerdings in den praktischen Ausbildungseinsätzen.

 

Die praktische Ausbildung und Betreuung erfolgt durch zusätzlich pädagogisch qualifizierte Praxisanleiter, die Gesundheits- und Krankenpfleger/-innen der Einsatzstationen und die Lehrer der Krankenpflegeschule.

 

Zusammen mit den in allen Fachgebieten eingesetzten Praxisanleitern führt ein freigestellter Praxisanleiter stationsübergreifend unsere Auszubildenden schrittweise an die zukünftigen Aufgaben als Pflegefachkraft heran:

 

  • Unterstützung der Auszubildenden in ihrer individuellen Lernentwicklung
  • gezielte Einzel- und Gruppenanleitungen
  • Reflexion über den praktischen Ausbildungsstand durch Zwischen- und Abschlussgespräche auf den einzelnen Stationen
  • Mitwirkung bei spezifischen praxisbezogenen Übungen im Rahmen des theoretischen Unterrichts
  • gezielte Vorbereitungen auf praktische Prüfungen

 

Damit stellen unsere Praxisanleiter die Verknüpfung der Theorie und Praxis sicher.

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Theoretische Ausbildung

Die theoretische Ausbildung umfasst mindestens 2100 Unterrichtsstunden.

 

Themenbereiche:

 

Grundlagen der Pflege                       660 Stunden
Gesundheits- und Krankenpflege        960 Stunden
Berufskunde                                     160 Stunden
Recht und Verwaltung                       160 Stunden
Deutsch und Kommunikation             120 Stunden
Sozialkunde                                       40 Stunden

 

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Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten

Mit einem Berufsabschluss zum Gesundheits- und Krankenpfleger stehen Ihnen viele Möglichkeiten einer beruflichen Weiterqualifikation offen.

 

Weiterbildungsmöglichkeiten:

 

Als Gesundheits- und Krankenpfleger/-in haben Sie beispielsweise Weiterbildungsmöglichkeiten zur Fachkraft für:

 

  • Anästhesie- und Intensivpflege
  • Endoskopie- und Operationsdienst
  • onkologische Pflege
  • psychiatrische Pflege
  • gerontopsychiatrische Pflege
  • Nephrologie und Transplantationsmedizin
  • Palliativ- und Hospizpflege
  • Hygiene

 

Spezialisierungsfortbildungen:

 

Des weiteren sind Fortbildungen und Spezialisierungen in verschiedenen Fachbereichen möglich, wie beispielsweise:

 

  • Wundmanagement
  • Schmerzmanagement
  • Kinästhetik
  • Bobath-Therapie
  • Praxisanleitung von Auszubildenden
  • Basale Stimulation ®
  • Palliativpflege
  • Ambulante Pflege

 

Weiterführende Studiengänge:

 

Mit Hochschulzugangsberechtigung stehen Pflegekräften zudem vielfältige Studiengänge offen, wie beispielsweise:

 

  • Pflegepädagogik
  • Pflegemanagement
  • Betriebswirt im Gesundheitswesen
  • Pflegewissenschaft
  • Gesundheits- oder Medizininformatik
  • Sozialpädagogik
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Perspektiven des Pflegeberufes

Nach Abschluss der dreijährigen Ausbildung erhalten die Absolventen unseres Zweckverbandes die staatliche Anerkennung, die Berufsbezeichnung als Gesundheits- und Krankenpfleger/-in zu führen, welche für Deutschland und die Europäische Union gilt und ihnen Beschäftigungsmöglichkeiten in allen Bereichen der Pflege eröffnet.

 

Mit der zunehmenden Alterung der Bevölkerung wird der Bedarf an Pflegekräften deutlich steigen. Unsere Schülerinnen und Schüler haben gute Chancen in ein Beschäftigungsverhältnis übernommen zu werden. Die beruflichen Perspektiven als Pflegefachkraft sind sehr gut. Qualifizierungs- und Aufstiegschancen in der Pflege sind umfang- und abwechslungsreich.

 

Weiterbildung ist ein wesentlicher Bestandteil des Pflegeberufes. Aus diesem Grund bieten wir Fortbildungsmöglichkeiten in den unterschiedlichsten Bereichen an.

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