Versorgung der Landkreisbevölkerung an drei Standorten

Die Haßberg-Kliniken sind ein Verbund der Allgemeinkrankenhäuser im Landkreis Haßberge. Der 1972 aus der Kreisgebietsreform hervorgegangene Landkreis Haßberge ist ein räumlich großer, aber dünn besiedelter Flächenlandkreis im Dreieck der unter- und oberfränkischen Oberzentren Schweinfurt, Bamberg und Coburg. Im Sinne einer wohnortnahen Krankenhausversorgung wurden daher damals die drei Krankenhausstandorte in den ehemaligen Kreisstädten Haßfurt, Ebern und Hofheim beibehalten.

 

Im Jahr 2003 haben wir die Krankenhausstruktur im Landkreis Haßberge auf ihre Leistungsfähigkeit, Effizienz und Wirtschaftlichkeit überprüft. Nicht zuletzt auch auf Grund eines Votums der Bevölkerung haben wir uns entschieden, alle drei Standorte weiterhin zu halten und zukunftsfähig im Markt zu positionieren. Die Haßberg-Kliniken als Ganzes dienen der Grund- und Regelversorgung im Krankenhausbereich für die Kreisbevölkerung von rund 85.000 Einwohnern, aber bei manchen spezialisierten medizinischen Dienstleistungen auch weit darüber hinaus.

 

Die Haßberg-Kliniken wurden 2004 auf Vorschlag eines Fachgutachtens in ein Kommunal-Unternehmen umgewandelt, das flexibler und schneller am Markt agieren kann. Das Krankenhaus Hofheim wurde zum Belegkrankenhaus und organisatorisch dem nur 13 Kilometer entfernten Krankenhaus Haßfurt zugeordnet. Seit 2010 haben wir unsere Ausrichtung im Hinblick auf die Altersmedizin gestärkt und sowohl einen palliativmedizinischen Dienst im Haus Ebern als auch eine moderne Abteilung für Akutgeriatrie im Haus Haßfurt erfolgreich aufgebaut.

 

 

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Bewährte Strukturen und Medizinischer Fortschritt

Wir wollen - trotz wirtschaftlich schwerer Zeiten im Krankenhauswesen und Rationalisierungsdruck -weiterhin so nah wie möglich beim Patienten bleiben. Und das scheint zu gelingen. Denn mit unserer kleinräumigen Struktur können wir gerade unsere Stärken gut ausspielen. Das ist insbesondere eine übersichtliche, familiäre, flexible und menschliche Atmosphäre in allen drei Häusern. Keine weiten Wege, keine unnötig langen Wartezeiten vor Diagnose und Therapieräumen, ein tägliches Gespräch der Patienten mit den zuständigen Klinikärzten bis hin zu Oberarzt und Chefarzt. Wir halten auch an einer eigenen Krankenhausküche fest, die höchsten Ansprüchen genügt, von den Patienten gelobt wird und ein weiteres Aushängeschild ist.

 

Wir behalten also bewährte Strukturen, ohne uns neuen Entwicklungen zu verschließen. Wir haben regional einen sehr guten Ruf mit modernen Operations- und Diagnoseverfahren, so etwa in der Endoprothetik, der minimalinvasiven Chirurgie (sog. Schlüssellochchirurgie) in der Allgemeinchirurgie und Gynäkologie, sowie der Endoskopie, um nur einige fachliche Stärken zu nennen. Im Haus Ebern konzentrieren wir uns immer stärker auf planbare Operationen, die zunehmend auch von bekannten niedergelassenen Spezialisten vorgenommen werden und haben in den letzten Jahren den Bereich Chirurgie weiter ausgebaut. Unsere Geburtshilfe (Haus Haßfurt) ist besonders patientenorientiert ausgerichtet. Es ist ein besonderes Anliegen der Hebammen, der Ärzte und des Krankenpflegepersonals, den Wünschen der werdenden Mütter und deren Partnern individuell nachzukommen. Das wurde in 2010 auch baulich mit einer Sanierung des Kreissaalbereiches umgesetzt.

 

In allen drei Häusern legen wir Wert darauf, dass der Patient bei seiner Aufnahme in der ersten Stunde seines Aufenthaltes im Krankenhaus die erforderliche Diagnostik erfährt und das Gespräch mit dem aufnehmenden Arzt führen kann. Dazu haben wir beispielsweise in Haßfurt einen Neubau für die interdisziplinäre Patientenaufnahme errichtet, der im April 2007 in Betrieb gegangen ist. Dort arbeiten Fach- und Assistenzärzte, Krankenpflegepersonal und Arzthelferinnen sowie Verwaltungspersonal eng zusammen. Im selben Jahr wurde der vierte Operationssaal völlig renoviert und für die Belange des ambulanten Operierens optimiert.

 

Das Geheimnis des Erfolgs eines kleinen Krankenhauses ist es, zu wissen, was man gut und konkurrenzfähig kann. Gut und modern können wir in allen drei Häusern die internistische Grundversorgung sicherstellen, in Haßfurt und Ebern auch die chirurgische. In Haßfurt kommen als weitere Abteilungen noch die Geburtshilfe und Frauenheilkunde, eine Belegabteilung für HNO sowie die im April 2014 neu eröffnete Abteilung Akutgeriatrie dazu. Im Haus Ebern befindet sich mit dem palliativ-medizinischen Dienst ein weiterer Schwerpunkt im Bereich der Altersmedizin

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Netzwerk durch Partnerschaften und Ärztehäuser

Auf vielen hochspezialisierten Feldern sind wir frühzeitig Partnerschaften mit umliegenden Schwerpunktkrankenhäusern eingegangen, so dass sich besonders mit dem Leopoldina-Krankenhaus der Stadt Schweinfurt in den Bereichen Neurologie, Endoprothetik, Labormedizin und Kardiologie aber auch mit dem Universitätsklinikum Würzburg inzwischen eine vertrauensvolle und kollegiale Kooperation in diversen medizinischen Bereichen wie beispielsweise auch der gemeinsamen Behandlung von Tumorkranken bis hin zu einer klinikübergreifenden Tumor-Konferenz gebildet hat.

 

Unsere Bemühungen, die Standorte zu Gesundheitszentren zu entwickeln, sind von Erfolg gekrönt.
In Haßfurt und Ebern betreibt das Kommunalunternehmen Haßberg-Kliniken auf dem Krankenhausgelände Medizinische Versorgungszentren (MVZ) als Tochtergesellschaft mit angestellten Ärzten. Fachrichtungen sind die Diagnostische Radiologie, Hals- Nasen-Ohrenheilkunde, Mund- Kiefer- Gesichtschirurgie, Anästhesie, Gynäkologie, Innere Medizin, Arbeitsmedizin und Unfallchirurgie in Haßfurt sowie die Innere Medizin, Anästhesie und Unfallchirurgie in Ebern. Dabei wurde Wert darauf gelegt, keine Konkurrenzen zu bestehenden Praxen aufzubauen, um die Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten nicht zu belasten.

 

Inzwischen haben sich in den zwei Ärztehäusern in Haßfurt neben dem MVZ weitere Facharztpraxen angesiedelt. Praxen für Kinder- und Jugendmedizin, Orthopädie, Ergotherapie, Logopädie, Neurochirurgie, Psychiatrie und Psychotherapie, eine Hebammenpraxis sowie eine Apotheke, ein Sanitätshaus, ein Fachgeschäft für Hörgeräte-Akustik, eine Sparkassen-Filiale und eine Bäckerei mit Café vervollständigen das Angebot.

 

 

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