Qualitätspolitik

Die Qualitätsphilosophie unseres Krankenhausverbundes ist in einer Leitlinie, die durch eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe mit externer Unterstützung erarbeitet wurde, zusammengefasst. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatten Gelegenheit, Änderungsvorschläge einzubringen. Die Leitlinie wurde im August 2001 in Kraft gesetzt und weist sechs Perspektiven auf:

 

  • Patienten- und Kundenorientierung

Der Mensch ist Mittelpunkt aller Entscheidungen und Maßnahmen in den Haßberg-Kliniken. Es ist unser Anliegen, dem Vertrauen unserer Patienten gerecht zu werden.

 

  • Qualität und Qualitätsverbesserung in allen Bereichen

Patienten und Kunden, die Dienstleistungen unserer Häuser in Anspruch nehmen, können zu Recht eine gesicherte Qualität in allen Bereichen erwarten. Fachliche und soziale Kompetenz jedes einzelnen Mitarbeiters ist Voraussetzung für Qualität. Optimierte Arbeitsabläufe und die Organisation des erforderlichen Personaleinsatzes sind Bestandteil einer Qualitätssicherung.
Wir nehmen an Projekten zur externen Qualitätssicherung teil um uns mit den Besten zu vergleichen. 

 

  • Mitarbeiterführung und -motivation

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, unabhängig von Berufsgruppe und Funktion sind als Individuen die wertvollste Ressource der Haßberg-Kliniken. Dieser Ansatz soll sich in der täglichen Arbeit zeigen: Arbeitgeber und Arbeitnehmer praktizieren wechselseitige Loyalität. Arbeiten mit Teamgeist am gemeinsamen Ziel ermöglicht effizienten Personaleinsatz und sichert so den Bestand der Häuser. 

 

  • Aus-, Fort- und Weiterbildung

Als Dienstleistungsunternehmen gewährleisten wir die Qualität unserer Arbeit mit gut ausgebildetem
Personal und sichern den hohen Qualifikationsstand durch gezielte Fort- und Weiterbildung. Dazu stellen wir finanzielle und zeitliche Mittel zur Verfügung. 

 

  • Wirtschaftliche Betriebsführung

Die Haßberg-Kliniken sind ein gemeinnütziges Wirtschaftsunternehmen, das seinem sozialen Auftrag gerecht wird, indem es die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel effizient und verantwortungsbewusst einsetzt. Wirtschaftliches Ziel ist die Bildung von angemessenen Rücklagen, die den Häusern die notwendige Handlungsfähigkeit sichert und sie als Wirtschaftsfaktor und bedeutenden Arbeitgeber in der Region verankert. 

 

  • Umwelt und Mitwelt

Als medizinisches Dienstleistungszentrum sind wir in einem gesellschaftlich relevanten Bereich tätig und stehen deshalb im Blickpunkt der Öffentlichkeit. Aktiver Umweltschutz erhält die schöne Natur unseres Einzugsgebietes und trägt so zur Gesundheit der Bevölkerung bei.


Die Öffentlichkeit ständig mit Informationen zur Leistungsfähigkeit und Kompetenz der Haßberg-Klinken zu versorgen, ist ein Gebot modernen Marketings. Die Häuser bieten Raum für Kunst und Kultur. Wir legen Wert auf eine einladende und sympathische Atmosphäre unserer Gebäude und naturnah gestaltete Außenbereiche. Jeder Tag ist ein "Tag der Offenen Tür".


Im Rahmen einer systematischen Öffentlichkeitsarbeit pflegen wir auf vielen Ebenen - bevorzugt persönlichen - Kontakt zu niedergelassene Ärzten, Notärzten, Angehörigen, Besuchern, Mitarbeitern der Pflegeeinrichtungen und Sozialstationen, der Rettungsdienste, der Kirchen, der Behörden, der Krankenkassen, der Politik und den Medien. Zu vielen unserer internen Fortbildungsveranstaltungen laden wir interessierte Gruppen mit ein.


Zur Gewährleistung kurzer Versorgungswege und zur Unterstützung der regionalen Wirtschaft berücksichtigen wir nach erfolgter Markterhebung bei gleichem Preis- Leistungsverhältnis vorrangig deren Angebote. Dies ermöglicht uns unter anderem, frische Lebensmittel der Region anbieten zu können.

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Qualitätsziele

Mit einer Vielzahl an Projekten und Maßnahmen - baulich, strukturell und personell - arbeiten wir an der Umsetzung unserer Qualitätsziele. In der folgenden Aufzählung finden sich beispielsweise wichtige Aufgaben aus dem Jahr 2006 wieder:

 

  • Erhöhung des Komforts durch Sanierung der Patientenzimmer
  • Gestalten einer angenehmen Begegnungsatmosphäre von Patienten und Angehörigen durch Schaffung eines wohnlichen Aufenthaltsbereiches mit abtrennbarem Angehörigenzimmer (mit Übernachtungsmöglichkeit)
  • Optimierung des Bereitstellens von Arzneimitteln
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Einrichtungsinternes Qualitätsmanagement

Die Hauptverantwortung für das Qualitätsmanagement liegt beim Vorstand und der obersten Führungsebene der Haßberg-Kliniken, die in der sogenannten "Leitungsbesprechung" vertreten sind: Vorstand, alle Chefärzte, die Pflegedienstleitung, die Leitung Rechnungswesen sowie der Qualitätsbeauftragte. Das Gremium wacht über die Einhaltung der festgelegten Qualitätspolitik. Der Vorstand stellt die erforderlichen Ressourcen bereit.


Als Lenkungsausschuss fungiert das Dreiergremium der Klinikleitung bestehend aus dem Vorstandsvorsitzenden, dem ärztlichen Direktor und der Pflegedienstleitung, das sich nach Bildung einer einheitlichen Ärztlichen Direktion für alle drei Verbundkrankenhäuser in 2005 neu gebildet hat. In der Klinikleitung werden Projekte des Qualitätsmanagements besprochen und Projektgruppen eingesetzt, die an Verbesserungskonzepten arbeiten.

 

Beim Vorstand ist die Stabsstelle des hauptamtlichen Qualitätsbeauftragten eingerichtet. Die Stelle ist gegenwärtig von einem Facharzt besetzt, der die Aufgaben in Teilzeit wahrnimmt. Er regt Qualitätsprojekte an, begleitet und koordiniert sie. Außerdem übernimmt er die Berichterstattung.

 

Es sind an allen drei Häusern der Haßberg-Kliniken sogenannte Moderatoren ausgebildet, die die Leitung von Projektgruppen übernehmen können. Die Abteilungsleiter sind verantwortlich für die Qualität in ihren Abteilungen und sind gehalten, eng mit dem Qualitätsbeauftragten und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die in ein Qualitätsprojekt eingebunden sind, zusammen zu arbeiten.


In das Qualitätsmanagement integriert sind Kommissionen, die häuserübergreifend für den Verbund der drei Haßberg-Kliniken eingerichtet sind:

 

  • Leitungsbesprechung (siehe oben)
  • Stations- und Funktionsleitersitzung
  • Hygienekommission
  • Transfusionskommission
  • Arzneimittelkommission
  • Arbeitssicherheitsausschuss

 

Die Kommissionen nehmen zum Teil gesetzliche Aufgaben wahr, kümmern sich aber auch um Schnittstellenproblematiken. Das Intranet wird als Medium für Dokumente aus dem Qualitätsmanagement genutzt. Die Beschreibung unserer wichtigsten Prozesse ist erfolgt.

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Instrumente des Qualitätsmanagements

  • Beschwerdemanagement

Für die Haßberg-Kliniken ist ein ehrenamtlicher Patientenfürsprecher berufen.


Er ist für die Patienten da,

... wenn sie Anlass zur Kritik an Handlungsweisen des Klinikpersonals sehen

... wenn sie Zustände im Krankenhaus zu bemängeln haben
... wenn sie sich über Ihre Rechte als Patientin/Patient im Unklaren sind
... wenn sie Wünsche oder Verbesserungsvorschläge haben
... wenn sie Lob und Anerkennung weitergeben wollen


Aufgrund seiner Unabhängigkeit ist er in der Lage, die Anliegen unvoreingenommen und ohne Rücksicht auf eigene Belange mit den Verantwortlichen des Krankenhauses zu diskutieren und einer patientenorientierten Lösung zuzuführen. Der Patientenfürsprecher hat wöchentliche Sprechzeiten im Krankenhaus, kann aber auch angesprochen werden (Telefon, e-mail, schriftlich), wenn er das Krankenhaus bereits verlassen hat. Der Patientenfürsprecher unterliegt der Schweigepflicht. Das Amt wird aktuell von einem ehemaligen Direktor einer großen gesetzlichen Krankenkasse wahrgenommen.

 

  • Fehler- und Risikomanagement (z.b. critical incident reporting System (cirS), Maßnahmen und Projekte zur Erhöhung der Patientensicherheit)

In Zusammenarbeit mit dem Betriebshaftpflichtversicherer wird kontinuierlich ein risk-management betrieben. In einzelnen Projekten werden besonders fehlerträchtigen Bereiche aufgearbeitet (bspw. Patientenaufklärung, Schnittstellenproblematiken) und hausinterne Handlungsanweisungen festgelegt.

 

  • Patientenbefragungen

Mit einem zweiseitigen Fragebogen wird eine permanente Patientenbefragung durchgeführt, regelmäßig per EDV ausgewertet und in der Leitungsbesprechung analysiert.

 

  • Hygienemanagement

Im Klinikverbund ist eine häuserübergreifende Hygieneorganisation eingerichtet. In der Hygienekommission treffen sich mindestens zweimal jährlich unter der Leitung des Ärztlichen Direktors die Chefärztin/Chefärzte, die drei jeweils für ein Haus bestellten hygienebeauftragen Ärzte, die (externe) Hygienefachkraft, die Pflegedienstleitung, die Desinfektoren, der Technische Leiter sowie der Vorstandsvorsitzende mit dem externen Berater PD Dr. med. Andreas Schwarzkopf, Leiter der Hygieneakademie Bad Kissingen, um aktuelle Vorkommnisse zu diskutieren.

 

In jeder Routinesitzung wird ein Generalthema bearbeitet, das Tags zuvor Gegenstand einer hausinternen Fortbildung mit dem externen Berater als Referent war. So erhalten die Verantwortlichen kurzfristig Rückmeldung über Fragen der Mitarbeiter, die evtl. Unsicherheiten wiederspiegeln, sodass sie in ihren Arbeitsbereichen darauf eingehen können. Verteilt über die Stationen sind Krankenpflegepersonen als Hygienebeauftragte bestellt, die vor Ort auf die Einhaltung
der Hygienestandards achten.


Die Haßberg-Kliniken haben sich mit einem Projekt der Krankenpflegeschule an der Aktion "Saubere Hände" beteiligt. Im Eingangsbereich des Krankenhauses Haßfurt haben Krankenpflegeschüler/innen Patienten und Besucher zum Thema Händedesinfektion informiert und auf den Stationen mit Hilfe einer sog. Schwarzlichtlampe demonstriert, an welchen Stellen der Hand Keime bei ungenügender Desinfektion verbleiben.

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Qualitätsmanagement - Projekte

In 2001 konnte das Projekt „Interdisziplinäre Patientenaufnahme" in einem eigens errichteten Gebäudeteil des Krankenhauses erfolgreich abgeschlossen werden. Rund um die Uhr steht dort ein berufsgruppen-übergreifendes Team aus Krankenpflegepersonen, medizinischen Fachangestellten und Ärzten zur Verfügung. Das Ziel, jeden Patienten innerhalb der ersten Stunde nach seinem Eintreffen im Krankenhaus den ersten Arztkontakt zu ermöglichen, wurde erreicht. Die räumliche Anbindung der administrativen Patientenaufnahme hat sich bewährt. Die Patienten können in direkter Nähe zur Behandlung auch die verwaltungstechnischen Aufnahmeformalitäten abwickeln.


Aufgrund des Fortschrittes bei Narkoseverfahren, Medizintechnik und Operationsverfahren können immer mehr Operationen unter ambulante Bedingungen durchgeführt werden. Dem stellen sich seit Jahren zunehmend auch die Haßberg-Kliniken. Oberste Priorität hat dabei ein hoher Sicherheitsstandard. Ende 2007 wurde vom Vorstand eine Projektgruppe „Ambulantes Operieren" aus den beteiligten Fachabteilungen mit der Überarbeitung der Prozesse und denen sich daraus ergebenden baulichen Konsequenzen beauftragt.


Die Moderation wurde extern vergeben. In einem Zwischenbericht zeigte die Projektgruppe dem
Vorstand auf, wie Abläufe gestrafft, Patientenzufriedenheit erhalten bzw. gesteigert und vorhandene
Räumlichkeit effizienter genutzt werden könnten. Dazu wurden Umbaumaßnahmen vorgeschlagen, die in der Folgezeit umgesetzt wurden. Die Umbaumaßnahmen konnten im Juli 2008 abgeschlossen werden. Zwei Mitarbeiterinnen aus der Projektgruppe befanden sich zum damaligen Zeitpunkt in der „Fachweiterbildung im Operationsdienst".

 

Die im Rahmen dieser Ausbildung geforderte Projektarbeit wurde auf Bitten des Vorstandsvorsitzenden zum Thema „Inbetriebnahme Funktionseinheit Ambulantes Operieren" erstellt. Entstanden ist ein Handbuch mit Tätigkeitsprofilen, Materialstandards und Ablaufbeschreibungen. Es wurde wiederum eine Projektgruppe gebildet, die im Auftrag der Pflegedienstleitung Tätigkeitsbeschreibungen, Ablauforganisation, Materialstandards für Viszeralchirurgie und Unfallchirurgie, ein HNO-Standard und ein Rasurplan erarbeitet hat. Die Dokumentation erfolgte im Rahmen der Projektarbeit.

In 2010 wurde die Struktur der administrativen Patientenaufnahmen neu geordnet. Es wurde eine zentrale Stelle für das Patientenmanagement geschaffen, die den Aufnahmeprozess, der bislang dezentral in den einzelnen Häuser organisiert wurde, einheitlich gestaltet und verantwortet. Dadurch können nun Ausfallvertretungen zwischen den Häusern erfolgen, so dass die Patienten keine temporären Personallücken mehr erfahren.


Durch geförderte Baumaßnahmen wurden die zentralen Sterilisationseinheiten in den Häusern Haßfurt und Ebern in 2010 baulich saniert und an die aktuellen Hygieneanforderungen angepasst. In dem Zuge wurden zwischen unreinem und reinem Bereich Waschmaschinen eingebaut und eine EDV zur Dokumentation des Sterilisationsprozesses eingeführt. Die Verantwortlichen haben die Arbeitsanweisungen abgeändert und ein in sich geschlossenes System zur Sicherung der Qualität der Instrumentenaufbereitung geschaffen. Gemeinsam mit der amtlichen Lebensmittelkontrolle wurde für die Küche des Hauses Haßfurt das Raumund-Wegekonzept überprüft und modifiziert. Dabei wurden diverse Maßnahmen getroffen, um die Hygiene zu verbessern.


Das Bettenhaus des Krankenhauses Haßfurt wurde 1958 errichtet und bis 1985 generalsaniert. Damit erfüllte es nicht mehr die Anforderungen an den aktuell möglichen Wärmeschutz der Gebäudehülle. Mit einer aus einem Konjunkturprogramm der Bundesregierung geförderten Baumaßnahme konnte ein Vollwärmeschutz der Außenwände, eine Dämmung der obersten Geschossdecke und der Dachschräge sowie ein Austausch der Fenster gegen moderne Wärmeschutzfenster (energetische Sanierung) erfolgen. Erstmalig im Winter 2010/2011 konnte der Energieverbrauch spürbar gesenkt und damit die Ressourcen geschont werden.

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Bewertung des Qualitätsmanagements

Die Haßberg-Kliniken haben sich im Berichtszeitraum an folgenden Maßnahmen zur Bewertung von Qualität beteiligt (Selbst- oder Fremdbewertungen):


Wir führen eine kontinuierliche Patientenbefragung durch. Dazu wird bei jeder Krankenhausaufnahme
ein Patientenfragebogen ausgegeben, der computergestützt ausgewertet und vom Qualitätsbeauftragten bewertet wird. Die Ergebnisse werden in der Leitungsbesprechung präsentiert und diskutiert. Sie liefern wichtige Anregungen für Verbesserungen im Klinikalltag.


Der externe Krankenhaushygieniker Privatdozent Dr. med. Andreas Schwarzkopf, Facharzt für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie und öffentlich bestellter und beeidigter Sachverständiger für Krankenhaushygiene, Bad Bocklet führt zweimal jährlich gemeinsam mit der Hygienefachschwester und dem Sicherheitsingenieur Begehungen des Krankenhauses durch, mit dem Ziel Hygienemängel aufzuspüren und abzustellen. Die Begehung erfolgt jeweils einen Tag vor der Sitzung der Hygienekommission, sodass die Ergebnisse unverzüglich mit den Entscheidungsträgern diskutiert und Maßnahmen beschlossen werden können. Über die Begehung und die Behandlung in der Hygienekommission wird ein Bericht verfasst.


Seit 2003 nehmen wir an einem „Programm zur Erfassung nosokomialer Infektionen in Akutkrankenhäusern" teil und vergleichen uns in diesem Rahmen mit anderen Krankenhäusern.

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Qualitätsbericht 2013 - Kliniken

QB-Hassberg-Kliniken-Gesamt-2013-rtf.rtf

Qualitätsbericht 2013 - Haßfurt

QB_Hassfurt-2013-rtf.rtf

Qualitätsbericht 2013 - Ebern

QB-Ebern-2013-rtf.rtf

Qualitätsbericht 2013 - Hofheim

QB-Hofheim-2013-rtf.rtf

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