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„Eine der größten Herausforderungen, vor der wir stehen“

Ausstellung und Filmabend im Rahmen der Bayerischen Demenzwoche

 

Haßfurt, 17. Dezember 2021

 

Wie schon im Jahr 2019 beteiligen sich die Haßberg-Kliniken auch 2021 mit einer Ausstellung, Fachvorträgen für die Mitarbeitenden und einem Kinoabend im Zeiler Capitol an der Bayerischen Demenzwoche, die seit 17. September und bis 26. September läuft.

Demenz als Volkskrankheit? Ein Blick auf die Zahlen des Bayerischen Gesundheitsministerium macht klar, dass die Frage mit ja beantwortet werden muss. Derzeit leben in Bayern mehr als 240 000 Betroffene, bis 2030 soll die Zahl auf 300 000 steigen. In der Altersgruppe der über 90-Jährigen weist bereits heute mehr als jeder Dritte demenzielle Symptome auf. 

„Der Umgang mit der Krankheit ist eine der großen Herausforderungen, vor der wir in einer immer älter werdenden Gesellschaft stehen“, macht PD Dr. Frank Schröder. Für den Chefarzt der Akutgeriatrie im Haus Haßfurt der Haßberg-Kliniken ist die Bayerische Demenzwoche ein wichtiger Baustein, wenn es darum geht, „die Menschen über Demenz zu informieren und sie für das Thema zu sensibilisieren“.

Zum Beispiel durch den Besuch der kleinen Ausstellung, die am Mittwoch, ab 9.00 Uhr im Foyer des Haßfurter Krankenhauses eine Woche lang zu sehen ist. An selbsterklärenden Stellwänden und Ständen können sich sowohl Mitarbeitende der Haßberg-Kliniken als auch Besucher:innen des Krankenhauses über Demenz und ihre Folgen informieren. Ein Fokus liegt dabei auch auf den Umgang mit der Krankheit, der nicht nur Betroffene, sondern auch Angehörige vor große Herausforderungen stellt. 

Die Ausstellung ist ein echtes Gemeinschaftsprojekt. Personal der Geriatrie, der Inneren Medizin, der Intensivstation, des Hauswirtschaftsdienstes, der Pflegefachschule, der Pflegedienstleitung sowie der Kontaktstelle für Selbsthilfe (KOS), kooperierende Selbsthilfegruppen und der Pflegestützpunkt haben sie miteinander gestaltet. Für den Besuch im Foyer gelten die 3-G- sowie die allgemeinen Hygiene- und Abstandsregeln. Zudem muss ein Besucherschein ausgefüllt und an der Pforte abgegeben werden. 

Am Donnerstag ab 17.00 Uhr steht dann im Zeiler Capitol ein ganz besonderer Film-Spätnachmittag auf dem Programm. Gezeigt wird der mehrfach preisgekrönte Kurzfilm „Meer bei Nacht“ der Wonfurter Regisseurin Kim Hertinger (Eintritt: fünf Euro). In dem nur 26 Minuten langen, aber sehr intensiven Streifen geht es um das Korsakow-Syndrom, eine spezielle Form des Gedächtnisverlusts. Protagonist ist der Theaterschauspieler Franz Rakowsko, der seine besten Tage bereits hinter sich. Dennoch glaubt Regisseur Sergio Rodriguez an sein Comeback. Ein neues Theaterstück soll beiden Ruhm und Anerkennung bescheren. Doch der Abend der Premiere hält einige Überraschungen für Franz Rakowsko bereit. 

Eine Zufallsbegegnung lässt ihn kurzzeitig vergessen, dass seine Karriere mit dem heutigen Auftritt auf dem Spiel steht. Doch schnell holt ihn die Theaterwelt wieder ein und er muss bald mit etwas kämpfen, das über Lampenfieber hinaus geht. Nach einem Zusammenbruch hinter der Bühne erwacht er im Krankenhaus. Als Gefangener seiner eigenen Erinnerungen wird er schonungslos mit der Realität konfrontiert. Der Schauspieler muss erkennen, dass er von einer Krankheit befallen ist, die ihm jegliche Form der Selbstbestimmung, Ansehen und sozialen Rückhalt genommen hat. Seine zunehmende Flucht in die Vergangenheit stellt ihn vor eine folgenschwere Entscheidung. 

„Der Film soll Kraft geben und Motivation für die schwierige Aufgabe von Angehörigen Demenzerkrankter sein“, erklärt Bruno Schneyer, Betreiber des Capitol. „Es geht neben der Krankheit auch um die seelische Gesundheit in der Familie.“  Im Anschluss an die Filmvorführung ist eine Podiumsdiskussion zum Thema „Demenz“ geplant. Auch für den Filmabend gelten 3-G- und Hygiene- sowie Abstandsregeln.

Wer über den Donnerstagabend hinaus einen filmischen Blick auf das Thema „Demenz“ werfen will, kann das am Samstag, 25. September, Sonntag, 26. September, Dienstag, 28. September, sowie am Mittwoch, 29. September, jeweils um 19.30 Uhr ebenfalls im Zeiler Kino tun. Dort läuft dann der Film „The Father“. 

Anthony Hopkins spielt in dem für sechs Oscars nominierten Drama den 80-jährigen Anthony, der an Demenz leidet und seit vielen Jahren von seiner Tochter Anne in seiner Wohnung in London gepflegt wird. Die ist langsam mit ihrer Geduld am Ende. Sie erzählt ihm von ihrem Umzug nach Paris, da sie dort mit ihrer großen Liebe zusammenleben möchte. Von nun an kümmert sich die attraktive Betreuerin Laura um Anthony und erhält unzählige Komplimente von ihm. Doch Anne warnt sie, dass der alte Mann nicht nur eine charmante Seite hat. Er hat nämlich zuvor bereits andere Pflegerinnen mit seinen Stimmungsschwankungen vergrault. Regisseur Florian Zeller nutzt die die spezifischen Mittel des Kinos, um Demenz so eindringlich darzustellen, wie es bislang kaum jemand in einem Film geschafft hat.