„Das ist die genialste Idee!“

Hebammensprechstunde ab 1. Juni im Ärztehaus 2 am Haßfurter Krankenhaus

 

Haßfurt, 30. Mai 2019

 

 

Eine Neuerung gibt es ab dem kommenden Wochenende im Ärztehaus 2 am Haus Haßfurt der Haßberg-Kliniken. Ab 1. Juni bieten die niedergelassenen Hebammen aus dem Landkreis dort an Wochenende und Feiertagen eine Akutsprechstunde für Wöchnerinnen und ihren Nachwuchs an.

 

„Das ist die genialste Idee, wie man die Fördergelder sinnvoll und gewinnbringend verwenden kann.“ Annette Storkan ist mehr als angetan, von dem was an diesem Samstag startet. Die Haßfurterin ist eine von 17 niedergelassenen Hebammen, die ab 1. Juni, bei der Hebammen-Notfallsprechstunde mitmachen.

 

An Wochenenden sowie an Feiertagen steht dann jeweils von 10.00 bis 14.00 Uhr eine Hebamme für Fragen und Probleme der frisch gebackenen Mütter zur Verfügung. Im zweiten Obergeschoss des Ärztehauses 2 – in dem auch die logopädische und die ergotherapeutische Praxis zu Hause sind – wurde dafür eigens ein Raum eingerichtet.

 

„Das ist eine echte Win-Win-Situation“, freut sich Annette Storkan. Zum einen für die Mütter. „Wenn die Hebamme, die sie eigentlich betreut nicht greifbar ist und es Probleme gibt, kann man sich in der Sprechstunde Unterstützung, Rat und Hilfe holen.“ Dabei, so die erfahrene Hebamme, spiele es keine Rolle, in welcher Klinik die Frauen entbunden haben. „Wir sind für alle Mamas von Neugeborenen da.“ Auch Frauen, die nach der Geburt keine Hebamme gefunden haben, die sich um und das Baby kümmert, können natürlich in die Sprechstunde kommen.

 

Die ist – aus Sicht von Annette Storkan – aber nicht nur für die Mütter ein Gewinn, sondern auch für die niedergelassenen Hebammen. „Bisher hatten wir schon fast einen 24/7-Job“, berichtet sie. Jetzt habe man die Möglichkeit an freien Wochenenden oder Feiertagen auch einmal an die Sprechstunde zu verweisen. „Das wird uns Erholung und die Möglichkeit zum Abschalten bringen.“

 

Ganz bewusst haben sich die Hebammen für einen Standort nahe am Haus Haßfurt der Haßberg-Kliniken entschieden. „Wir wollen natürlich Nähe zur Geburtsstation zeigen.“ Für deren Erhalt hatten sich Annette Storkan und ihre Kolleginnen in der Vergangenheit nachhaltig stark gemacht.

 

Zur Hilfe kamen ihnen dabei auch Förderprogramme des Freistaats, der neben der Unterstützung für kleine Geburtsabteilungen im ländlichen Bereich auch einen Topf für die Förderung der Hebammen geschaffen hat. Aus dem und aus Fördermitteln des Landkreises wird die Sprechstunde finanziert. Für Annette Storkan mehr als gut angelegtes Geld. „Wir können damit ein Angebot machen, das im ländlichen Raum alles andere als selbstverständlich ist“, sagt die Hebamme und hofft, dass die neue Sprechstunde, zu der man sich unter der Telefonnummer 09521/28-2372 anmelden sollte gut angenommen wird. Wichtig ist der Haßfurterin noch eines. „Das Angebot ist für die Mütter kostenfrei!“ Es wird im Rahmen der von der Krankenkasse übernommenen Betreuung der Wöchnerinnen abgerechnet. Deswegen ist es wichtig, dass Mütter, die in die Sprechstunde kommen, ihre Krankenkassen-Karte mitbringen.  

 

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