11.04.2018

Neuer und sehr erfolgreicher interdisziplinärer Aspekt

Fortsetzung der Gesundheitsvorträge von Haßberg-Kliniken und vhs am 16. April mit Dr. Steffen Amend und Dr. Frank Schröder


Haßfurt, 9. April 2018 

 

In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule (vhs) bieten die Haßberg-Kliniken seit einiger Zeit eine Reihe von kostenlosen Gesundheitsvorträgen im Konferenzhaus des Ärztehauses 1 an. Am Montag, 16. April, ab 19.30 Uhr, wird das Vortragsprogramm mit einem gemeinsamen Vortrag von Dr. Steffen Amend und Dr. Frank Schröder fortgesetzt. Der neue Chefarzt in der Unfallchirurgie am Haus Haßfurt der Haßberg-Kliniken und der Chefarzt der Akutgeriatrie referieren dann über das Thema „Knochenbrüche im Alter und deren Behandlungsmöglichkeiten“ und werden dabei auch das AltersTraumaZentrum, das es in Haßfurt seit März 2016 gibt, vorstellen.

Ein kleiner Sturz mit großen Folgen. Jährlich, so zeigen es Statistiken, erleiden alte oder hochgetagte Menschen mehr als 700 000 Knochenbrüche. Verletzungen, die Ärzte und Pflegepersonal in den Krankenhäusern vor besondere Herausforderungen stellen.

„Ältere Menschen erleiden andere Knochenbrüche als jüngere Patienten“, erklärt Dr. Frank Schröder. Wirbelkörperbrüche, Oberarmbrüche und Oberschenkelbrüche sind beispielsweise typische Brüche, die sich ältere Menschen zuziehen. „Meist ist die Ursache ein Sturz bei Osteoporose.“

In Haßfurt werden diese Verletzungen nicht nur chirurgisch versorgt, sondern die Behandlung der Patienten erfolgt im AltersTraumaZentrum der Haßberg-Kliniken. Im März 2016 wurde die Einrichtung von der Gesellschaft für Unfallchirurgie zertifiziert. Als eine der ersten in Deutschland, wie Dr. Frank Schröder nicht ohne Stolz berichtet. Beim Vortrag im Rahmen der gemeinsamen Reihe von Volkshochschule und Haßberg-Kliniken am Montag, 16. April, um 19.30 Uhr im Konferenzraum im Ärztehaus 1 wird der Chefarzt der Akutgeriatrie die Einrichtung gemeinsam mit seinem Kollegen aus der Unfallchirurgie, Dr. Steffen Amend, vorstellen.

„Alterstraumatologie, eine spezielle Unfallmedizin für ältere Menschen, ist ein neuer und sehr erfolgreicher interdisziplinärer Aspekt der Medizin“, erklärt Dr. Frank Schröder. Er wird sich im Rahmen des Vortrags den Abläufen und der Arbeit im AltersTraumaZentrum widmen, während Dr. Steffen Amend verschiedene Operationsmöglichkeiten vorstellen wird. 

Anders als junge Menschen haben ältere Menschen in aller Regel mehrere Begleiterkrankungen, die zusätzlich zur Unfallfolge behandelt werden müssen. Hierzu gehören psychiatrische Erkrankungen, wie Demenz, akute Verwirrtheit oder Depression, aber auch internistische Erkrankungen, wie Herzmuskelschwäche, Herzkranzgefäßverengungen, Bluthochdruck, Bronchialverengungen, Diabetes mellitus oder Osteoporose.

„In einem Alterstraumazentrum arbeiten der Unfallchirurg, der Internist oder Geriater sowie Psychiater zusammen, um jeden Patienten optimal zu behandeln“, berichtet Dr. Frank Schröder. Ein großes Augenmerk werde dabei auf rasche Mobilisation und aktivierende Pflege gerichtet. Die Erfolge, die mit der engen Zusammenarbeit über die medizinischen Disziplinen hinweg erreicht werden, seien beachtlich. „Erste wissenschaftliche Auswertungen zeigen, dass die Überlebensrate älterer Menschen nach einem Knochenbruch in Alterstraumazentren deutlich besser ist als in konventionellen unfallchirurgischen Abteilungen“, sagt Dr. Frank Schröder und hofft, dass viele interessierte Bürgerinnen und Bürger am kommenden Montag die Möglichkeit nutzen, sich über das Haßfurter AltersTraumaZentrum, mit dem die Haßberg-Kliniken eine Vorreiterrolle in der Region einnehmen, aus erster Hand von Experten informieren zu lassen.

Anmeldungen zum Vortrag sind unbedingt erforderlich unter Tel. 09521 / 94 20-0 oder www.vhs-hassberge.de


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