08.11.2018

Wenn das Herz stolpert

Vorträge mit Ants Lohmus in Ebern und Hofheim im Rahmen der Herzwochen der deutschen Herzstiftung.


Hofheim/Ebern, 8. Dezember 2018

 

Auch 2018 bieten die Haßberg-Kliniken in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule wieder kostenlose Vorträge im Rahmen der Herzwochen der Deutschen Herzstiftung an. Ants Lohmus, Chefarzt der Inneren Abteilung am Haus Ebern der Haßberg-Kliniken, referiert am Mittwoch, 14. November, ab 18.00 Uhr im Eberner Krankenhaus und am Dienstag, 21. November, ab 19.00 Uhr im Hofheimer Rot-Kreuz-Haus über das Thema „Herz außer Takt“.

 

60 bis 80 Schläge in der Minute, 24 Stunden am Tag, ein Leben lang. Unser Herz – der größte Muskel im Körper – ist im Dauereinsatz. Meist zuverlässig und ohne Störungen. Aber hin und wieder gerät der menschliche Motor auch außer Takt. Es kommt dann zum Beispiel zum so genannten Vorhofflimmern. 

 

„Sie müssen das gar nicht unbedingt merken“, erläutert Ants Lohmus mit Blick auf die häufigste Herzrhythmusstörung. Gut 1,8 Millionen Menschen leiden in Deutschland darunter. Das Risiko steigt mit zunehmendem Alter deutlich an. Sind es im Schnitt nur 2,2 Prozent der Allgemeinbevölkerung, bei der das Herz außer Takt gerät, liegt die Quote bei den 70- bis 80-Jährigen schon bei 16 Prozent. „Oft sind  Herzstolpern  und  Herzrasen  verbunden  mit  innerer Unruhe,  Angst, einer  Neigung  zu  schwitzen, Atemnot und Leistungsschwäche“, nennt der erfahrene Mediziner mögliche Faktoren, bei denen Betroffene hellhörig werden sollten. Zu den häufigsten Auslösern der Krankheit zählen schon längere Zeit bestehender Bluthochdruck, eine Herzmuskelschwäche, Diabetes mellitus, eine Herzmuskelentzündung, aber auch eine Schilddrüsenüberfunktion.

 

„Vorhofflimmern ist eine Krankheit, die man in jedem Fall ernst nehmen muss“, erklärt der Chefarzt der Inneren Abteilung am Haus Ebern der Haßberg-Kliniken. Im Rahmen der Herzwochen der Deutschen Herzstiftung wird er am 14. November in Ebern (18.00 Uhr/Krankenhaus) und am 21. November in Hofheim (19.00 Uhr/Rot-Kreuz-Haus) einen genauen Blick auf das „Herz außer Takt“ werfen.

 

„Vorhofflimmern ist erst einmal nicht lebensbedrohlich“, führt Ants Lohmus aus. Dennoch sollte es in jedem Fall behandelt und therapiert werden, sonst besteht ein erhöhtes Risiko an einer Herzschwäche zu erkranken oder einen Schlaganfall zu erleiden. Grund: Der unregelmäßige Herzschlag kann zu Blutgerinnseln im Herzen führen, die, vom Blutstrom ins Gehirn verschleppt, ein Gefäß verschließen.

 

Wie man Vorhofflimmern erkennt wird ein Thema der Vorträge sein, die Behandlungsmöglichkeiten ein anderes. Die Palette reicht von Elektroschocks, über einen Herzkatheter bis hin zu Medikamenten zur Blutverdünnung. Einen Blick wird der Chefarzt auch auf Vorbeugungsmöglichkeiten werfen. Hier können – wie bei anderen Herzerkrankungen auch – viel Bewegung, Abnehmen oder eine gesunde Ernährung einen positiven Effekt haben.

 

Anmeldungen zu den beiden Vorträgen werden unter 09531/6463 (vhs Ebern) oder 09523/7807 (vhs Hofheim) erbeten.

 


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