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„Selbstverantwortlich mit Diabetes zurechtkommen!“

Schwerpunktpraxis Diabetologie feierte fünften Geburtstag mit dem Ersten Haßfurter Diabetestag

 

Haßfurt, 12. März 2020

 

Seit fünf Jahren gibt es im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) Haßfurt eine diabetologische Schwerpunktpraxis. Ein kleines Jubiläum, das am vergangenen Sonntag mit dem Ersten Haßfurter Diabetestag gefeiert wurde. Eine Veranstaltung, die, trotz Corona, sehr gut angenommen wurde. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, sich bei einem der kostenlosen, interessanten Vorträge oder bei der von der Schwerpunktpraxis organisierten Fachausstellung über die „Volkskrankheit Zucker“ zu informieren.

„Unser großes Ziel ist es, dass möglichst viele Menschen mit Diabetes selbstverantwortlich und selbstbestimmt im Alltag zurechtkommen!“ Ein Anliegen, für das Diana Kerzinger und das gesamte Team in der Schwerpunktpraxis Diabetologie am Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) seit fünf Jahren viel Herzblut und noch mehr Fachwissen aufbringen. 

Das wurde beim ersten Diabetestag, der, anlässlich des kleinen Jubiläums, im Haßfurter Krankenhaus stattfand, mehr als deutlich. „Im Idealfall arbeiten eine Diabetologische Schwerpunktpraxis und ein Krankenhaus sehr gut zusammen“, erläuterte Landrat Wilhelm Schneider zur Eröffnung der gut besuchten Veranstaltung und ließ keinen Zweifel daran, dass genau der vorliegt. „In Haßfurt ist uns das sehr gut gelungen.“ 

Das MVZ Diabetologie ist an das Haus Haßfurt der Haßberg-Kliniken angegliedert. Die Praxis befindet sich in direkter Nachbarschaft im Ärztehaus 2. Wenn PD Dr. Frank Schröder, Leiter der Praxis und Chefarzt der Akutgeriatrie, Diabetes-Patienten auf seiner Station behandelt, begleitet das Team der Schwerpunktpraxis die Therapie. Zudem werden aktuell einige Pflegekräfte zu Pflegefachkräften für Diabetologie weitergebildet. „Es gibt eine mehr als gute Zusammenarbeit zum Wohl der Patienten“, stellte Wilhelm Schneider heraus.

Rechnet man die sieben Millionen Menschen, die in Deutschland von Diabetes betroffen sind, auf den Landkreis herunter, kommt man auf rund 6000 „Zucker“-Patienten. Die meisten davon leiden unter Typ-2-Diabetes, der landläufig auch als Alterszucker bekannt ist. In der MVZ-Praxis werden aber auch Patienten mit Typ-1-Diabetes, bei der die Bauchspeicheldrüse nicht genügend Insulin produziert und die oft schon im Kindes- oder Jugendalter auftritt.

„Oft merken die Betroffenen gar nicht, dass sie erkrankt sind“, führt Diana Kerzinger aus. Und selbst, wenn die Diagnose bekannt ist, tut ein erhöhter Blutzuckerspiegel erst einmal nicht weh. Der Patient macht oftmals weiter wie bisher und verzichtet auf Behandlung. 

Ein Punkt, an dem die Diabetesberaterin gerne ansetzen würde. „Wenn Diabetes richtig und rechtzeitig behandelt wird, können schwerwiegende Spätfolgen hinausgezögert oder gar ganz vermieden werden.“

Eine Aufgabe, die Diana Kerzinger mit ihren Kolleginnen Larissa Weinhold und Francesca Jakob gerne übernimmt. Das Team der Diabetologischen Praxis bietet regelmäßig Beratungen und Schulungen an. „Wir informieren unsere Patienten über neue Entwicklungen in Sachen Medikamente oder bei der Blutglukose-Messtechnik!“ Zahlreiche Produkte gab es auch bei der Ausstellung im Foyer und im Untergeschoss des Haßfurter Krankenhauses zu sehen.

In Schulungen werden Patienten aufgeklärt und ihnen der Umgang mit Diabetes beigebracht. „Schulungen, das klingt so sehr nach Schule, nach streng sitzen und aufpassen“, schmunzelt Diana Kerzinger. Sie sieht die Veranstaltungen, die in Kleingruppen abgehalten werden, eher als „Coaching“ des Krankheitsbildes und des Alltags mit Diabetes. Acht bis zwölf Einheiten von je 90 Minuten umfasst ein Kurs. „Sie leben von der Gruppendynamik und dem Austausch der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.“

Schulungsinhalte sind Themen wie die Unterzuckerung, Folgeerkrankungen, Bewegung,
Medikamente, Insulin und der Schwerpunkt Ernährung. „Man sagt ja, mit der Ernährung steht
und fällt die Therapie“, sagt Diana Kerzinger. „Meiner Ansicht nach, gehört auch immer Umgang mit Stress thematisiert und die Psychologie.“

Die Teilnahme ist dabei unabhängig von einer ärztlichen Behandlung in der MVZ-Praxis. Die Therapie kann auch beim Hausarzt durchgeführt werden, der die Patienten dann unterstützend und zusätzlich zur Schulung in die diabetologische Schwerpunktpraxis schickt.
    
Der Diabetestag mit seinem breiten Spektrum und seiner Mischung aus Vorträgen und Ausstellung sowie Serviceleistungen (Blutzucker- oder Blutdruckmessung, Ernährungstipps) war eine gute Möglichkeit, sich ein Bild, von dem zu machen, was die MVZ-Praxis leistet und in den fünf Jahren seit ihrer Gründung aufgebaut hat. Oder um es mit Landrat Wilhelm Schneider zu sagen. „Unser Landkreis verfügt über eine Schwerpunktpraxis und wir sind froh, sie in Haßfurt zu haben!“

 

Foto (Marco Heumann): Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten den ersten Haßfurter Diabetestag um sich über die Arbeit der Schwerpunktpraxis für Diabetologie am MVZ Haßfurt bei einem der zahlreichen Vorträge oder bei der Ausstellung im Foyer und im Untergeschoss des Krankenhauses zu informieren.